26 Okt
2010
Gepostet in: Allgemein
Von Ina Gonzalez    Keine Kommentare

Triumph TR3 – ein seltener nostalgischer Roadster

In zahlreichen Filmen diente der Triumph TR3 als Beispiel für ein anspruchsvolles, individuelles Auto, in dem ein Paar durch die Gegend fuhr, am Steuer fast immer der Mann. Wohl kein Roadster und Sportwagen hat in den 50er Jahren so viele Sehnsüchte nach sportlichem Autofahren ausgelöst wie der Triumph TR3. Er wurde vom britischen Autohersteller Triumph nur von 1955 bis 1962 gebaut. Von der ersten Baureihe der Jahre 1955 bis 1957 liefen nur knapp 14.000 Stück vom Band, nach einer optischen Verbesserung wurden von dem darauffolgenden TR3A bis 1955 knapp 60.000 Exemplare gebaut. Eine in den USA verkaufte Version TR3B erhielt einen Motor mit 100 PS, es wurden allerdings nur wenig mehr als 3.000 Einheiten produziert.

Kein Auto mit so geringer Stückzahl hat eine so nachhaltige Wirkung auf die Herzen der internationalen Autofahrergemeinde gehabt. Die extrem flache Bauweise, der markante, an ein Haifischmaul erinnernde Kühlergrill, die senkrecht aufgestellten Scheinwerfer und die weit vorne auf den Radkästen angebrachten Außenspiegel ergeben mit der leicht geneigten, abgerundeten Windschutzscheibe ein unverwechselbares Bild. Unvergleichlich der schwungvolle Einstieg in den Wagen mit den tief geschwungenen Türen, die sorgfältig verarbeiteten Ledersitze und der Gepäckhalter auf der Heckpartie.

Die in England produzierten Fahrzeuge wurden zum größten Teil in die USA exportiert. So wenige Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg war die Zeit in England und Europa noch nicht reif für ein Fahrzeug, dass mit einer starken Motorisierung und einer Konzentration auf den Fahrspaß von zwei Personen seine Nutzungsgrenze bereits erreicht hatte. Da waren Viersitzer und Autos mit Transportmöglichkeiten eher gefragt. So verblieben in England nur etwa 1.200 Triumph TR3 mit Rechtslenkung. Es wird geschätzt, dass heute weniger als 1.000 Exemplare weltweit existieren.

Dementsprechend hoch ist der Oldtimer-Wert der Fahrzeuge. Sieht man einen im Straßenverkehr oder in der Parkreihe, muss man sich nach vorne drängeln, um einen Blick auf die Rarität zu erhaschen. In England wurde die Typbezeichnung TR3A mit dem Zusatz “A” nie verwendet. Es stand für die Ausstattung für den amerikanischen Markt.

Also, was meinst du?